Im Mittelpunkt der 3. BUGA-Havelregion-Blumenhallenschau stehen Eustoma in einer beeindruckenden Sortenvielfalt. Die Farben reichen von Weiß und Gelb, sogar Grün über Rosa und Rot bis zu Violett- und Blautönen. Die Blüten sind einfach oder gefüllt, ein- oder mehrfarbig. Es sind weiße Blüten mit rosa Rand und rosafarbene Blüten mit weißem Rand dabei. Die Züchterfirma glaubt fest daran, dass sie eine ähnliche Beliebtheit erlangen werden, wie sie die Rose hat.

So war es naheliegend, diese beiden Diven – die Eustoma und die Rosen – gemeinsam auftreten zu lassen. Zu 4.000 Eustoma gesellen sich 2.000 Rosen. Die Schnittblumen sind in verschiedenen Varianten verarbeitet: dekorativ, parallel auch überschneidend. Teils wirken die Blütenstars allein, teils in Kombination. Um mit Blickfängen die Höhe zu erobern, stiegen die Floristen sogar auf Leitern. So sind florale Zwischenräume mit Birken als Sinnbild des Frühlings entstanden. Im hinteren Bereich wirken die Blüten fluffig und setzen Lichtpunkte. Blütenteller zeigen einen Teil der Eustoma-Vielfalt.

Die Floristen um Yvonne Liebscher aus dem Spreewald haben eine blumige Halle geschaffen, die begeistert. Im Kirchenschiff sind Ruhepunkte eingebaut, um die floralen Objekte von allen Seiten betrachten zu können.

Die Besucher hatten die Möglichkeit, den Fachleuten beim der Gestaltung über die Schulter zu schauen und das Entstehen der neuen Schau mitzuerleben, die am 25. April eröffnet wurde.

Basic-Infos

Eustoma ist eine Gattung aus der Familie der Enziangewächse. Bei uns ist nur die Art Eustoma grandiflorum bekannt. Im Deutschen hat sie unterschiedliche Namen, wie Japanrose, Glockenenzian, Prärieenzian, Tulpenenzian, Schönkelch. Am besten bekannt ist sie als Prärieenzian. Woher die Bezeichnung Enzian kommt ist klar, aus dem Gattungsnamen. Aber woher kommt der Name Prärie? Unter Prärie (französisch für Weide oder Wiese) versteht man doch die nordamerikanische Ausprägung einer Vegetationszone im Mittleren Westen der USA und in den Prärieprovinzen von Kanada (Wikipedia). Die Vegetation ist geprägt durch Baumarmut sowie eine wenig dichte Gras- und Strauchlandschaft.

Aber auch der Name Japanrose lässt sich nicht plausibel erklären. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich nämlich von den USA bis nach Mexiko. Seinem natürlichen Lebensraum und der botanischen Zuordnung entsprechend, scheint Glocken- oder Tulpenenzian am besten geeignet. Aber bleiben wir bei Prärieenzian, da sich dieser deutsche Begriff bei uns am besten eingebürgert hat.

Quellen

Text: Margarete Löffler im Auftrag der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH (DBG), Bonn

Foto: Amanda Hasenfusz (BUGA-Zweckverband)

Kategorien: BUGA 2015 Havelregion

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